Zum neunten Mal: MINT-Tag am Goethe-Gymnasium

Am 4. Februar stand das ganze Goethe wieder unter dem Zeichen MINT:

Am MINT-Tag fanden in allen Klassen Projekte zu MINT-Themen statt – es wurde gebaut, getüftelt und geforscht, auch mit Verknüpfungen zu anderen Fächern wie Deutsch, Musik und Sport.

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Für die Q11 fand eine MINT-Berufs- und Studieninformationsmesse statt, mit Beiträgen der großen Regensburger Unternehmen, der MINT-Fakultäten der Universität und der OTH Regensburg.

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Den krönenden Abschluss des Tages bildete wieder der traditionelle MINT-Abend. Vor rund 200 Gästen stellten Schüler die Projekte ihrer Klassen vor. Im Laufe des Abends wurden zudem die meisten der insgesamt 56 Schülerinnen und Schüler, die seit dem letzten MINT-Tag bei Schülerwettbewerben besondere Erfolge erzielt haben, geehrt. (Link: Fotos)

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Auch unsere Schule selbst war in diesem Jahr unter den Preisträgern: Wir wurden vom Institut für Talententwicklung mit dem bundesweit ausgeschriebenen Melissantum-Preis für Konzepte für Berufs- und Studienorientierung mit dem Fokus MINT-Förderung ausgezeichnet.

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Ein Höhepunkt des Abends war der Vortrag „Warum die Jugend Recht hat – Klimaschutz durch Energiewende jetzt!“ von Prof. Dr. Michael Sterner von der OTH Regensburg, der nach einer regen Diskussion schließlich sogar noch gemeinsam mit der Sängerin Amira Zeitouni den von ihm komponierten Fridays for Future-Spendensong zum Besten gab.

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Berichte des Teams unserer Schülerzeitung Retorte über Projekte des MINT-Tags:

Die Erderwärmung und „Plant for the planet“

Im Rahmen des MINT-Tages beschäftigte sich die Klasse 6g mit „Plant for the planet“. Wie das ablief? Zuerst räumten wir für ein „Experiment“ die Tische zur Seite, sodass in der Mitte ein freier Raum entstand. Auf dem freien Platz stellten wir ein paar Stühle in einer Reihe auf. Alle Kinder stellten sich auf eine Seite der Stuhlmauer, die die Erdatmosphäre darstellen sollte. Die Kinder waren die Sonnenstrahlen, und die Stühle stellten die Atmosphäre dar. Nun gingen wir alle gerade los, wenn wir an einem Stuhl anstießen, blieben wir stehen. Wenn wir aber durchkamen und an die Wand, also die „Erdoberfläche“ stießen, kehrten wir um, mussten aber in Schlangenlinien zurückgehen. Denn die Strahlen von der Sonne gehen ziemlich gerade durch die Erdatmosphäre durch, während die Strahlen, die auf der Erdoberfläche auftreffen, eine größere Wellenlänge, also quasi Schlangenlinien haben. Ergebnis? Wegen der Schlangenlinien bleiben die Strahlen, die von der Sonne kommen, großteils in der Atmosphäre hängen. So bleibt es um die Erde herum warm. Und das ist auch gut so, wenn … ja, wenn es nicht zu warm wird!

Danach arbeiteten wir an Experimenten.

Wie wahrscheinlich jeder weiß gibt es eine Erderwärmung auf unserem Planeten, aber was genau bedeutet das?

Als erstes muss man wissen, warum sich die Erde erwärmt: Durch die Atmosphäre kommen Sonnenstrahlen auf die Erde, diese prallen auf der Erde ab zurück zur Atmosphäre, dort prallen aber einige wieder von einer anderen Gasschicht ab, in dieser Gasschicht ist sehr viel CO2. Wir Menschen atmen CO2 aus und Bäume ,,atmen“ dieses Gas wieder ein und machen Sauerstoff daraus. Aber die Weltbevölkerung wächst immer weiter (momentan etwa 7,8 Mrd. Menschen) und es werden immer weniger Bäume. Man muss also mehr Bäume pflanzen!

Philipp Radcke und Mia Zwosta (6g)

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Interessant und entspannt – das trifft unseren MINT-Tag im Spitalbrauhaus gut. Um 8:45 ging es für die Klassen 8d und 9e mit unseren Lehrerinnen und Lehrern direkt am Spitalbrauhaus los. Die folgenden ca 3,5h verbrachten wir damit, die alte Brauerei zu besichtigen und uns über die Geschichte des Bieres zu informieren. Interessant dabei: Das Reinheitsgebot gibt es in heutiger Form nicht etwa seit 500 Jahren sondern erst seit ca 100 Jahren.

Florian Wirzmüller (9e)

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Welche beruflichen Möglichkeiten gibt es für Schüler*innen, welche die letzten MINT-Tage so gebeistert haben, dass für sie ein Leben ohne Naturwissenschaften unvorstellbar ist? Der Q11 wurde diese Frage beantwortet, indem wir uns sowohl Vorträge von den Vertretern verschiedener MINT-Unternehmen als auch von den Vertretern naturwissenschaftlicher Fakultäten von der Uni und der OTH anhörten. Zwischen den Vorträgen gab es Kontaktphasen, in denen wir die Möglichkeit hatten, uns mit den Referenten persönlich zu unterhalten und Fragen zu stellen. Der informationsreiche Tag war nicht nur für die naturwissenschaftlich begeisterten Schüler*innen interessant, sondern half auch dem Rest der Jahrgangsstufe, denn sie konnten nicht nur herausfinden, welche Berufe sie ausschließen können, sondern auch ihre Allgemeinbildung erweitern. Außerdem konnten sie auch ihre Kommunikationsfähigkeiten ausbauen, denn die Süßigkeiten und Werbegeschenke, an den Ständen der Referenten, welche die Schüler*innen anlockten, verwickelten sie auch immer wieder in unerwartete Gespräche. Denn schließlich werden nicht nur naturwissenschaftliche Kompetenzen in Zukunft von den Schüler*innen immer mehr erwartet, sondern auch soft skills.

Fiona Kubowitsch, Q11