Goethe-Gymnasium: Benefizessen – ganz international

Nach zwei Jahren coronabedingter Pause fand am Freitag, den 23. September 2022, um 18:00 in der Mensa der Schule wieder das Benefizessen des Goethe-Gymnasiums zugunsten des Kinderdorfs AMECC in Guarabira im Nordosten Brasiliens statt.

Diese Veranstaltung gab es in diesem Jahr zum zehnten Mal und sie hatte eine außergewöhnliche, internationale Ausrichtung:

Padre Geraldo, der Gründer des Kinderdorfs AMECC („Associação Menores Com Cristo“, was „die Gemeinschaft der Kleinen mit Christus“ heißt), war aus Brasilien zu Besuch in Deutschland.

Die musikalische Umrahmung des Abends durch die Schülerin Juliane fand Unterstützung durch Deniz, der erst vor Kurzem aus der Ukraine geflohen war.

Und die fleißigen Helfer des Abends, Schülerinnen und Schüler des Goethe-Gymnasiums, konnten auf die Erfahrungen zweier ehemaliger Schüler, Mukhlis und Khan Ali aus Afghanistan, zurückgreifen, die damals vor der Coronapause im Schuljahr ihres Abiturs eifrig mitgeholfen hatten.

Benefiz Afghanistan Kop

 Benefiz Alle Helfer

Die zahlreichen Gäste wurden in einer stilvollen Atmosphäre von den Schülerinnen und Schülern bedient, die an diesem Tag sofort nach der Schule fleißig die Mensa in einen wunderbaren Speisesaal verzauberten: Das Besteck wurde poliert, die Tische wurden gedeckt und mit Blumen, Efeu und Kerzen geschmückt. Den ganzen Abend waren die eifrigen Schüler auf den Beinen und versorgten die vielen Gäste mit köstlichen Speisen und Getränken. Nachdem der letzte Gast glücklich und zufrieden die Schule verlassen hatte, war für die Schüler der lange Tag noch nicht zu Ende. Sie halfen nicht minder fleißig beim Abbauen und Zusammenräumen.

 

In der vollen Mensa des Goethe-Gymnasiums wurden die Besucher natürlich nicht nur aus erster Hand mit all den Informationen über das Kinderdorf und das Engagement in Regensburg informiert, sondern sie wurden auch mit einem aufwändigen 5-Gänge-Menü verwöhnt:

            Süßkartoffelcurry-Suppe

Rohkostsalat mit Crostini-Streifen

Lachsforelle auf Limetten-Mojo mit Macaire-Kartoffeln

vegetarische Alternative: Paprikanockerl auf Limetten-Mojo mit Macaire-Kartoffeln

Ragout vom Hirsch und Wildschwein mit Orange, Chili, Paprika, Polenta

vegetarische Alternative: Aubergine mit Feta gefüllt, Buttertomaten, Polenta

Schokokuchen, Cassissorbet und Nougatmousse

Das Benefizessen erfreut sich auch nach einer dreijährigen Pause großer Beliebtheit: Dank der Schulköche Stefan Kusch und Markus Barth war es ein wunderschöner kulinarischer Abend und ein sehr großer Erfolg, auch in finanzieller Hinsicht, für das Kinderdorf: Es kamen knapp 3000 Euro zusammen.

Benefiz Köche 3

Zum Abschluss sei allen Gästen für ihre Großzügigkeit, den Schülern des Goethe-Gymnasiums für die Organisation und Durchführung und nicht zuletzt den beiden Köchen der Schule für die Zubereitung des traumhaften Menüs gedankt!!

Flucht geht alle an:

CampusAsyl am Goegy

CampusAsyl ist ein Regensburger Verein, der eine vielfältige Gesellschaft mitgestaltet. Wir fördern gleichberechtigte Teilhabe für Menschen jeglicher Herkunft durch praktisches Handeln und zugleich politische Positionierung. In über 20 Gruppen mit einer breiten Palette an Aktivitäten können sich Menschen verschiedenster Hintergründe begegnen und einbringen.

Es gibt viele Möglichkeiten, CampusAsyl zu unterstützen. Wir freuen uns über jede Beteiligung in einer unserer Gruppen! Wir unterstützen in Bildungsprozessen, organisieren frauenspezifische Förderung, ermöglichen Begegnung und schaffen mit unterstützenden Strukturen Bewusstsein. Unsere Gruppen und Projekte findest du hier: https://www.campus-asyl.de/was-wir-tun/

„Bildung fördern – Bewusstsein schaffen“

Das Projekt „Bildung fördern – Bewusstsein schaffen“ realisiert seit 2021 Workshops. Ziel des Projektes ist es, durch die Schaffung eines transkulturellen Bewusstseins auf die Themen Flucht, Privilegien, Migration und Integration aufmerksam zu machen. Schüler*innen sollen dazu befähigt werden, mit unterschiedlichen Standpunkten und Themen – Alltagsrassismus, Vorurteile, etablierte Denkmuster – sachlich, kritisch und sensibel umzugehen.

Wir führen Workshops an Schulen und mit Jugendgruppen aus sozialen Einrichtungen durch. Dafür haben wir ein interaktives Konzept entwickelt, das an die Bedürfnisse der Gruppe angepasst werden kann. Ein Workshop dauert regulär ca. 90 Minuten. Regelmäßig führen wir auch Schulungen für die Referierenden durch, um sie mit dem Konzept und den Methoden vertraut machen zu können.

Lehrkräfte und Gruppenleitungen sowie alle, die daran interessiert sind, als Co-Referent*innen an dem Projekt mitzuwirken, insbesondere Menschen mit eigener Fluchterfahrung, sind eingeladen sich an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu wenden.

Workshops am Goethe-Gymnasium

Unseren ersten Besuch hatten wir im November 2021, als wir mit einem Relikurs in Q12 (Fr. Thanner) die Thematik Flucht bearbeiten durften. In verschiedenen Gruppen- und Gesprächsphasen setzten wir uns auseinander mit typischen Fluchtursachen und den Gefahren und Risiken, die mit einer Flucht verbunden sind. Anschließend gab uns ein Referent mit eigener Fluchterfahrung einen Erfahrungsbericht und beantwortete Fragen rund um seine Geschichte und aktuelle Lebenssituation.

Wir waren sehr froh, dass wir anschließend im Dezember noch einmal die gleiche Gruppe besuchen durften, um die Thematik weiter zu vertiefen. Nun konzentrierten wir uns auf die Hürden und Probleme nach der Ankunft von Geflüchteten in Deutschland und auf die Frage, welche Handlungsmöglichkeiten die Schüler*innen für sich in diesem Zusammenhang erkennen können. Ein weiteres Mal ermöglichte der Erfahrungsbericht unseres Vereinsmitglieds einen Einblick in die persönliche Geschichte hinter diesen Schwierigkeiten.

Kurz darauf besuchten wir einen weiteren Relikurs (Hr. Thanner) zu einem anderen Thema: ungleiche Privilegienverteilung und soziale Positionierung. Da uns ein weiterer Raum zur Verfügung gestellt wurde, konnten wir den Kurs aufteilen und hatten damit die Möglichkeit für intensivere Gespräche und mehr Austausch, da es hierbei mehr um die Auseinandersetzung mit unserer persönlichen Situation als Bürger*innen der BRD gehen sollte.

Unseren vorerst letzten Besuch am Goegy hatten wir am Montag nach den Osterferien. In einer Doppelstunde erarbeiteten wir zunächst in einer Reli-Doppelstunde in der 9. Jgst. Thema Fluchtursachen und öffneten anschließend den Raum für einen offenen Austausch zum Erfahrungsbericht eines Referenten zur eigenen Fluchtgeschichte und der Ankunft in Deutschland. An dem Tag besuchten wir außerdem zwei 8. Klassen in Religionsstunden, um über das Thema Flucht im Allgemeinen und den Verein zu sprechen. Abschließend besprachen wir mögliches ehrenamtliches Engagement in diesem Bereich insbesondere für ihre Altersgruppe.

Für uns als Workshop-Team gab es viele bereichernde und interessante Momente mit den Schüler*innen am Goegy. Im Nachhinein haben uns noch viele schriftliche Rückmeldungen erreicht, die uns zum Weitermachen ermutigen (vgl. ein paar davon unten). Wir sind sehr froh, dass wir diese wertvolle Kooperation mit dem Goethe-Gymnasium im vergangenen Schuljahr etablieren konnten, und hoffen sehr auf eine Fortsetzung in weiteren Schuljahren und Klassen!

Ann-Kathrin Hübner, CampusAsyl

Rückmeldungen aus Klasse 8ac (rk)

Erstmal ein großes Danke an das CampusAsyl-Team, für den informativen Besuch von Ann und Moti. In meinen Augen ist die durchaus engagierte und strukturierte Organisation für einige Leute die Rettung und auch eine riesige Hilfe. Ich finde es toll, dass es Leute gibt, die mit diesem Programm freiwillig versuchen anderen Unterstützung zu leisten! Und den Aufruf an anderen, auch Jugendliche, die freiwillig helfen könnten, Leute bzw. "Flüchtlinge" aus aller Welt zu "umsorgen". Außerdem habe ich erneut sehen können, wie groß der Bedarf an "Hilfe" ist.

Ich finde CampusAsyl toll, weil ihr alle Menschen akzeptiert. Ob Flüchtlinge oder einfach Ausländer, ihr lasst jeden mitmachen und sich in die Gesellschaft einbringen, auch wenn man sich nicht untereinander versteht, weil man verschiedene Sprachen spricht. Man kann trotzdem Spaß haben, obwohl man sich vorher noch nie gesehen hat. Deswegen finde ich CampusAsyl sehr vielfältig. Und meiner Meinung nach gibt es in eurem Verein genug Aktivitäten für jede Altersgruppe und Nationalität.

Ich finde es sehr schön zu sehen, wie Sie sich für die Flüchtlinge einsetzen. Allerdings finde ich, dass die Flüchtlinge mehr Möglichkeiten haben sollten, ihren Lieblingssport auszuüben. Daher bin ich der Meinung, dass man zum Beispiel einen Volleyballkurs anbieten sollte.

[…] Misstrauen: Manche Menschen haben Angst oder sind etwas misstrauisch gegenüber Fremden, das ist erstmal nachvollziehbar. Alles, was anders oder neu ist, macht zuerst Angst, man fürchtet sich vor Dingen, die man nicht kennt, dann gibt man den neuen Sachen die Schuld, nicht nur bei Menschen, auch bei Dingen […]. Man will alles kontrollieren und versetzt sich nicht in die Lage der Beschuldigten. Ich finde, man sollte den Menschen zeigen, dass sie sich irren, sie wieder von ihrer Wolke auf den Boden holen, ihnen verdeutlichen, dass auch Neues gut sein kann. […]

Rückmeldungen aus Klasse 8df (rk)

Mir hat es gefallen, dass Sie mit uns im Stuhlkreis geredet haben und nicht wie Lehrer sprechen, wo die Schüler zuhören müssen.

Der Besuch von Ann und Moti hat mir sehr gefallen, aber ich fand, dass die Aufgabenstellung ein bisschen ungenau und unverständlich war, deswegen konnten viele Leute leider nicht mit ihrem vollen Potential mitarbeiten. Ansonsten fand ich den Besuch sehr interessant und informativ und ich denke, dass CampusAsyl öfter 8. Klassen besuchen sollte, weil die Sachen, die sie uns beigebracht haben, für alle Altersgruppen sind und wir alle viel von ihnen lernen können.

Der Besuch von Moti und Ann war für mich sehr interessant, da er mir einen guten Einblick über den Verein und seine Angebote gegeben hat. Ich finde es interessant, wenn Moti uns noch einmal besuchen und uns mehr Informationen über seine Flucht, deren Gründe und seinen jetzigen Aufenthalt in Deutschland geben könnte. Alles in allem war es eine sehr schöne und informative Religionsstunde.

 

Lehrerfortbildung zum Thema Autismus

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Unser P-Seminar „Goethe auf Rädern“, das sich mit Behinderung und Inklusion auseinandersetzt, veranstaltete am 02.07.2015 eine Fortbildung für Lehrer, die sich mit dem Thema Autismus beschäftigte. Da die wenigsten Menschen wissen, worum es sich dabei handelt, haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, auf diese Behinderung näher einzugehen, denn es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir Menschen mit Autismus begegnen. Ein Artikel von Sophie S.

Friedensgebet - Freitag, 11.März 2022 am Goegy Fußballplatz

Im Rahmen des P-Seminars "Goethe auf Rädern", das sich mit Behinderung und Inklusion beschäftigt, stand auch eine Rollstuhl-Rallye durch Regensburg auf dem Programm, das uns durch den Verein "Phönix" und die Fa. Betzlbacher ermöglicht wurde. Lukas und Lisa erzählen von unseren Erfahrungen, die wir beim ersten Wandertag im nächsten Schuljahr einer weiteren Klasse ermöglichen möchten. IMG-20150519-WA0006-1

Unterwegs in der Kiche St. Fidelis

Fast täglich gehen die Goetheaner an der Fideliskirche vorbei. Das benachbarte Gebäude, in dem die meisten Fünft-, Sechst- und Siebtklässler des Goethegymnasiums unterrichtet werden, trägt den Namen des Kirchenpatrons, des heiligen Fidelis von Sigmaringen. Dass der Kapuzinerorden diese Anlage errichten ließ und die Goethe-Klassenzimmer im ehemaligen Studienseminar des Klosters St. Fidelis liegen, weiß nur ein kleiner Teil der Schulfamilie.

Im Schuljahr 2017/18 besuchten zwei 6. Klassen im katholischen Religionsunterricht die Fideliskirche und fingen an, zu einzelnen Bildern, Einrichtungsgegenständen usw. zu recherchieren. Die „KirchenforscherInnen“ kamen auf die Idee, Texte und Fotos auf der Schulhomepage der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Vielleicht mögen andere Klassen daran weiterarbeiten und es wird irgendwann ein kleiner „Online-Kirchenführer“ daraus?

Á propos Kirchenführer: Wer St. Fidelis gern persönlich besuchen möchte, kann sich einfach bei uns melden - egal ob als Einzelperson, Gruppe oder Klasse. Wir zeigen Ihnen/euch die Kirche bzw. geben Zeit, sie selbst zu erforschen.

Viel Freude mit den kleinen "Ein-Blicken" in die Kapuzinerkirche St. Fidelis!

Doris Thanner

Das P-Seminar "Goethe auf Rädern" (2014/16), das sich mit Behinderung, Inklusion und Diversität beschäftigt, hat im ersten Halbjahr im Rahmen der "Felderkundung" erst einmal selber Erfahrungen zu sammeln versucht. Zu einer besonders intensiven Erfahrung verhalf uns die SG BeNi (Sportgemeinschaft Behinderter und Nichtbehinderter an der Universität Regensburg), die eine sehr erfolgreiche Basketball-Mannschaft hat. Ein Spieler und ein Trainer ermöglichten uns in Sportrollstühlen der Fa. Betzlbacher ein Schnuppertraining, von dem Vroni und Johanna berichten.

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Im Rahmen einer Doppelstunde unseres P-Seminars „Goethe auf Rädern“ organisierten wir am 24.11.14 eine Sportveranstaltung, in der unser Seminar Rollstuhlbasketball ausprobieren durfte. Mit Hilfe des Sanitätshauses Betzlbacher, das kostenlos Rollstühle zur Verfügung stellte, und dank einiger Mitglieder des „SG BeNi Basketballvereins“ konnten wir unser Projekt realisieren.

Zuerst wurde uns von Herrn Kerscher einiges über den Verein und dann allgemein über den Sport im Rollstuhl erzählt.

unsere beiden Trainer

Trainer

Anschließend durften wir selbst praktische Übungen im Rollstuhl durchführen, wie zum Beispiel mit Basketball-Dribbling durch einen Hütchen-Parcours fahren. Anfangs fiel es uns sehr schwer, da es viel Koordination von einem verlangt, mit dem Basketball zu dribbeln und gleichzeitig zu fahren beziehungsweise zu lenken.

slalom dribbeln2 dribbeln

 

Mit der Zeit gewöhnten wir uns immer besser an die Situation und hatten Spaß daran. RBB macht glücklich2 RBB macht glücklich1  

 Am Ende probierten wir ein Basketballspiel aus, das zuerst chaotisch war, doch zum Ende hin fielen auch einige Körbe.

Spiel5 Spiel4 Spiel3 Spiel1

 

Wir waren sehr erstaunt, wie beweglich und wendig die Sportrollstühle sind und konnten uns durch die praktische Erfahrung besser in die Rolle eines Rollstuhlbasketballers hineinversetzen. Vor der Veranstaltung war Rollstuhlbasketball für uns alle Neuland. Wir fanden die Doppelstunde sehr interessant und haben von unseren Mitschülern nur positive Rückmeldung bekommen, weshalb wir uns über eine Wiederholung eines Rollstuhlbasketballspiels freuen würden.

 

Korb oder nicht?

das wird knapp

Rollstuhl-Basketball macht neugierig...

Zuschauer

geht er rein