Adventsaktion 2019 des Goethe-GymnasiumsCicero 2

 

zugunsten von AMECC, Guarabira/Brasilien

 

Dieses Jahr standen die von Cicero gemalten Bilder im Mittelpunkt der Adventsaktion. Cicero war der Junge, der mit dem das Kinderdorf vor fast 30 Jahren seinen Anfang genommen hat. Der Jugendrichter in Guarabira suchte damals einen Vormund für den aus Not straffällig gewordenen Jugendlichen, der wie viele andere unter unzumutbaren Bedingungen inhaftiert war. Padre Geraldo Brandstetter, den Cicero bei einem Besuch im Gefängnis ansprach, hat sich dieser Aufgabe gestellt. Damals konnte der Pfarrer aus Bayern nicht wissen, dass daraus ein Kinderdorf für so viele junge Menschen entstehen würde.

In dem nebenstehenden Bild sieht man einen Jungen, der in einen Eimer zu fließen scheint. Lixo ist portugiesisch und bedeutet auf Deutsch Müll. Und das zeigt ganz drastisch, wie sich Cicero beim Malen des Bildes gefühlt hat: so viel wert wie Müll!

Damit die Kinder in Guarabira nicht in so negativen Denkmustern verharren müssen, unterstützt das Goethe-Gymnasium auch wieder mit der Adventsaktion 2019 und weiteren Aktionen im Schuljahr das Kinderdorf. Im Dezember ist die beachtliche Summe von über 7500 Euro zusammengekommen. Damit ist das Schulfrühstück wieder für lange Zeit sicher!

Ein herzlicher Dank ergeht an alle Spender und an die vielen Schülerinnen und Schüler, die sich in vielen Projekten für das Kinderdorf eingesetzt haben.

Markus Meiringer

Unterwegs in der Kiche St. Fidelis

Fast täglich gehen die Goetheaner an der Fideliskirche vorbei. Das benachbarte Gebäude, in dem die meisten Fünft-, Sechst- und Siebtklässler des Goethegymnasiums unterrichtet werden, trägt den Namen des Kirchenpatrons, des heiligen Fidelis von Sigmaringen. Dass der Kapuzinerorden diese Anlage errichten ließ und die Goethe-Klassenzimmer im ehemaligen Studienseminar des Klosters St. Fidelis liegen, weiß nur ein kleiner Teil der Schulfamilie.

Im Schuljahr 2017/18 besuchten zwei 6. Klassen im katholischen Religionsunterricht die Fideliskirche und fingen an, zu einzelnen Bildern, Einrichtungsgegenständen usw. zu recherchieren. Die „KirchenforscherInnen“ kamen auf die Idee, Texte und Fotos auf der Schulhomepage der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Vielleicht mögen andere Klassen daran weiterarbeiten und es wird irgendwann ein kleiner „Online-Kirchenführer“ daraus?

Á propos Kirchenführer: Wer St. Fidelis gern persönlich besuchen möchte, kann sich einfach bei uns melden - egal ob als Einzelperson, Gruppe oder Klasse. Wir zeigen Ihnen/euch die Kirche bzw. geben Zeit, sie selbst zu erforschen.

Viel Freude mit den kleinen "Ein-Blicken" in die Kapuzinerkirche St. Fidelis!

Doris Thanner

Das P-Seminar "Goethe auf Rädern" (2014/16), das sich mit Behinderung, Inklusion und Diversität beschäftigt, hat im ersten Halbjahr im Rahmen der "Felderkundung" erst einmal selber Erfahrungen zu sammeln versucht. Zu einer besonders intensiven Erfahrung verhalf uns die SG BeNi (Sportgemeinschaft Behinderter und Nichtbehinderter an der Universität Regensburg), die eine sehr erfolgreiche Basketball-Mannschaft hat. Ein Spieler und ein Trainer ermöglichten uns in Sportrollstühlen der Fa. Betzlbacher ein Schnuppertraining, von dem Vroni und Johanna berichten.

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Im Rahmen einer Doppelstunde unseres P-Seminars „Goethe auf Rädern“ organisierten wir am 24.11.14 eine Sportveranstaltung, in der unser Seminar Rollstuhlbasketball ausprobieren durfte. Mit Hilfe des Sanitätshauses Betzlbacher, das kostenlos Rollstühle zur Verfügung stellte, und dank einiger Mitglieder des „SG BeNi Basketballvereins“ konnten wir unser Projekt realisieren.

Zuerst wurde uns von Herrn Kerscher einiges über den Verein und dann allgemein über den Sport im Rollstuhl erzählt.

unsere beiden Trainer

Trainer

Anschließend durften wir selbst praktische Übungen im Rollstuhl durchführen, wie zum Beispiel mit Basketball-Dribbling durch einen Hütchen-Parcours fahren. Anfangs fiel es uns sehr schwer, da es viel Koordination von einem verlangt, mit dem Basketball zu dribbeln und gleichzeitig zu fahren beziehungsweise zu lenken.

slalom dribbeln2 dribbeln

 

Mit der Zeit gewöhnten wir uns immer besser an die Situation und hatten Spaß daran. RBB macht glücklich2 RBB macht glücklich1  

 Am Ende probierten wir ein Basketballspiel aus, das zuerst chaotisch war, doch zum Ende hin fielen auch einige Körbe.

Spiel5 Spiel4 Spiel3 Spiel1

 

Wir waren sehr erstaunt, wie beweglich und wendig die Sportrollstühle sind und konnten uns durch die praktische Erfahrung besser in die Rolle eines Rollstuhlbasketballers hineinversetzen. Vor der Veranstaltung war Rollstuhlbasketball für uns alle Neuland. Wir fanden die Doppelstunde sehr interessant und haben von unseren Mitschülern nur positive Rückmeldung bekommen, weshalb wir uns über eine Wiederholung eines Rollstuhlbasketballspiels freuen würden.

 

Korb oder nicht?

das wird knapp

Rollstuhl-Basketball macht neugierig...

Zuschauer

geht er rein

 


 

 


 

 

 

Lehrerfortbildung zum Thema Autismus

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Unser P-Seminar „Goethe auf Rädern“, das sich mit Behinderung und Inklusion auseinandersetzt, veranstaltete am 02.07.2015 eine Fortbildung für Lehrer, die sich mit dem Thema Autismus beschäftigte. Da die wenigsten Menschen wissen, worum es sich dabei handelt, haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, auf diese Behinderung näher einzugehen, denn es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir Menschen mit Autismus begegnen. Ein Artikel von Sophie S.

Was macht man mit Geschenken, die einem nicht gefallen? Darf man dem Betrogenen von einem Seitensprung seiner Partnerin erzählen, wenn man zufällig davon erfährt? Darf man billige Flugtickets nutzen, auch wenn man für Klimaschutz ist? Muss man einem Mitschüler die eigenen Unterlagen zur Klausurvorbereitung zum Kopieren geben, auch wenn man ihn nicht mag?

Im Rahmen des P-Seminars "Goethe auf Rädern", das sich mit Behinderung und Inklusion beschäftigt, stand auch eine Rollstuhl-Rallye durch Regensburg auf dem Programm, das uns durch den Verein "Phönix" und die Fa. Betzlbacher ermöglicht wurde. Lukas und Lisa erzählen von unseren Erfahrungen, die wir beim ersten Wandertag im nächsten Schuljahr einer weiteren Klasse ermöglichen möchten. IMG-20150519-WA0006-1

Schon seit vielen Jahren unterstützen Schüler und Lehrer des Goethe-Gymnasiums ein Kinderdorf im brasilianischen Guarabira, das im armen Nordosten des Landes liegt. Das Kinderdorf AMECC („Gemeinschaft der Kleinen mit Christus“) wurde von Gerd Brandstetter aus der Diözese Passau vor über 20 Jahren gegründet (vgl. auch http://www.amecconline.de).