Welche Informationen finde ich wo in der Zeitung oder auf ihrer Website? Nach welchen Kriterien wird das Titelbild ausgewählt? Was unterscheidet einen Bericht von einer Reportage? Wie entstehen Zeitungsartikel? Diese und viele andere Fragen beantwortet das Projekt "Zeitung in der Schule", das unsere Schule jedes Jahr in Kooperation mit der „Mittelbayerischen Zeitung“ und dem IZOP-Institut durchführt.

 

Sind Internetnutzung und Datenschutz vereinbar?

(von Ernst Semmelmann, 10c)

Nutzt ihr soziale Netzwerke wie Facebook, Flickr oder WhatsApp? Ja? Dann ist euch hoffentlich auch bewusst, dass alle Firmen, die hinter diesen Diensten stecken, nur eure Privaten Daten wollen, die sie dann zu Geld machen wollen. Viele versuchen ihre Daten zu schützen. Datenschutz bezeichnet den Schutz von privaten Informationen über eine Person. Doch ist es wirklich möglich, Internetnutzung und Datenschutz zu vereinbaren? Dieser Frage soll im Folgenden nachgegangen werden.

Ein erstes Argument für die Vereinbarkeit von Datenschutz und Internetnutzung ist die Möglichkeit, „Sperren“ einzurichten. Denn wenn man zum Beispiel die Werbung im Browser blockiert oder anonyme Suchprogramme verwendet, kann schon einiges für den Datenschutz getan werden. Christoph Schultheis hat dazu ein Selbstexperiment gemacht: „Ab heute werde ich die guten Ratschläge der Internetprofis, der Daten und Verbraucherschützer, der Nerds und selbst die der Paranoiker einfach in die Tat umsetzen“ (Christoph Schultheis, Bist du noch sicher?, in: fluter. 46/2013, 29). Er löschte seinen Facebook-Account und stieg auf den sogenannten Tor-Browser um, ein Suchprogramm, der Anonymität im Internet gewährleisten soll. Insgesamt kann man also sagen, dass Internetnutzung und Datenschutz vereinbar sind, wenn man entsprechende „Sperren“ einrichtet.

Aber ein Grund, der dagegen spricht, Datenschutz und Internetnutzung vereinen zu können, ist, dass die meisten Anbieter von Internetdiensten schon seit langem ihre Nutzer „ausspähen“ und dass dem Benutzer meist nicht bewusst ist, welche Daten von ihm verwendet werden. Das liegt daran, dass beispielsweise die Betreiber von sozialen Netzwerken die persönlichen Daten sehr teuer weiterverkaufen können. Man sehe sich zum Beispiel Google an: Die Firma versucht durchviele Anwendungen Daten der Nutzer zu sammeln. So gibt es beispielsweise Google Mail, einen Dienst für E-Mails. Wenn man aber zum Beispiel wichtige E-Mails über Google Mail schreibt, kann Google diese somit „mitlesen“. Oder auch Google Maps. Das ist ein Dienst zur Navigation und zur Entdeckung von Orten. Aber wenn beispielsweise die App den Standort des Geräts benötigt, kann Google die ganze Zeit mitverfolgen, wo man sich gerade aufhält. Aber nicht nur an diesen beiden Beispielen kann gezeigt werden, dass die Unternehmen Datenklau betreiben, sondern es gibt noch viele andere Google-Dienste oder Unternehmen in der Internetbranche, die die Privatsphäre der Kunden ausspähen wollen. An all diesen Beispielen kann man sehr gut sehen, dass es nicht möglich ist, Datenschutz und Internetnutzung zu vereinen, da viele Firmen die Daten der Kunden „ausnutzen“.

Insgesamt kann man also sagen, dass es begrenzte Möglichkeiten gibt, Internetnutzung und Datenschutz zu vereinbaren. Zum Einen kann man sich schützen, indem man „Sperren“ erzeugt, die es den Firmen, die hinter sozialen Netzwerken stehen, verbieten, Daten zu „klauen“. Andererseits können einem, wenn man sich nicht schützt, solche Dienste sehr wohl ausbeuten. Meiner Meinung nach kann man den Firmen nicht verbieten, Daten „mitzulesen“, da die Betreiber der sozialen Netzwerke, wie schon gesagt, immer einen Weg finden, Daten auszuspionieren. Infolgedessen werde ich vielen Bekannten von meiner Meinung erzählen und sie zu einer Problemdiskussion anregen.

Aus den vorhergehenden zwei Argumenten lässt sich für euch schließen, dass es also nicht sinnvoll ist, einfach irgendetwas ins Internet zu schreiben, sondern dass ich euch erst einmal Gedanken darüber macht, was man „postet“ und was nicht.

Ist der Datenschutz mit dem Internet vereinbar?

(von Daniel Gößwein, 10c)

Als man im späten 20. Jahrhundert damit anfing, Computer miteinander zu verbinden, und somit das Internet oder „World Wide Web“ (WWW) erfand, hatte man noch keine Ahnung, dass es später Debatten und sogar Proteste über Sicherheit und Datenschutz im WWW geben werde. Datenschutz ist der Schutz der persönlichen Daten vor Ausbeutung und Missbrauch durch andere Personen im Internet. Ob der Datenschutz mit dem heutigem Internet vereinbar ist, möchte ich nun erörtern.

Auf der einen Seite kann man sagen, dass es im Allgemeinen möglich ist, den Datenschutz mit dem Internet zu vereinbaren, da sich schon längst viele Menschen mit dem Problem des Datenschutzes befasst und deswegen gute Lösungen gefunden haben. Ein Beispiel hierfür ist Tor. Tor, „ das eigentlich ‚The Onion Router‘ heißt“ (Christoph Schultheis, Bist du sicher?, in: fluter. 46/2013, 30), ist eine modifizierte Version von dem Browser „Firefox“, der die Daten dreifach verschlüsselt und die IP- Adresse so verändert, dass sie nicht mehr zurückverfolgt werden kann. Dadurch können nur noch der Sender und der Empfänger die Daten lesen. Außerdem helfen Suchmaschinen wie DuckDuckGo sensible Daten wie die Suchanfrage und technische Daten des Computers sicher zu halten. Diese speichern nämlich nicht, wie zum Beispiel Google, Informationen zur Suchanfrage und schicken diese auch nicht an die Webseiten, die man dann aufruft, weiter. Dadurch werden die Daten gut geschützt und deswegen ist das Internet gut mit dem Datenschutz vereinbar.

Auf der anderen Seite ist es jedoch klar, dass es eher schwierig ist, den Datenschutz mit der Internetnutzung in Verbindung zu bringen, da es immer mehr Firmen gibt, die die Daten ihrer Nutzer benutzen um sog. Profile zu erstellen, die dann an andere Firmen verkauft werden, um möglichst viel Geld zu verdienen. Durch die Nutzung dieser Profile kann man zum Beispiel jederzeit sehen, wie der Nutzer sich ernährt, wo er zum Shoppen geht, was er auf Facebook postet oder wie es in seiner Beziehung, wenn er eine hat, aussieht. Auch Google legt für jeden seiner Nutzer eine eigene Datenbank an, wo jegliche Daten über das Google-Konto selbst, Google+, Google Photos, Google Maps, YouTube, die Handys auf denen man sich mit seinem Google Konto eingeloggt hat, Google Drive sowie Google Mail, Google Chrome, der Google Play Store und Kontakte eingespeichert sind. Diese Daten kann man dann auch mithilfe von google.com/dashboard, wenn man noch genauere Informationen haben möchte mit history.google.com abrufen. Zwar könnte man nun mit dem Argument kommen, dass man ja diese ganzen Daten auch einfach löschen kann, allerdings ist es nicht unwahrscheinlich, dass Google und auch andere Firmen diese Daten gar nicht löschen, sondern einfach nur dem Nutzer vorgaukeln, dass die Daten gelöscht wurden, damit er sich sicherer fühlt. Deswegen ist der Datenschutz eher nicht mit der Nutzung des Internets vereinbar .

Im Allgemeinen kann man also sagen, dass es Methoden gibt, um sich im Internet zu schützen, diese aber eher weniger helfen wenn man zum Beispiel Konten bei großen Internet Services hat und diese auch häufig benutzt, ohne nachzudenken. Mein persönliches Fazit ist daher, dass es schwierig ist, sich zu schützen, man es allerdings versuchen sollte, indem man lieber zweimal nachdenkt, bevor man wieder irgendetwas postet oder sich irgendwo registriert.

Für die Zukunft vermute ich, dass diese Sammlung von Daten wohl noch weiter ausgeweitet wird, wenn wir als Nutzer, nicht etwas dagegen tun. Denn sicher will niemand, dass irgendwann jeder weiß, welche Geheimnisse man hat, diese sollen ja schließlich geheim bleiben.

 

Verbote mit dem Ziel, Menschen vor Drogenkonsum zu schützen,

sind sinnvoll

(von Pia Garcke, 10c)

„Sapere aude! Wage es, weise zu sein“ (T. Schilling, Editorial in: fluter 37/2010, S. 3), heißt es in der  fluter-Zeitschrift über Drogen. Der Autor will damit ausdrücken, dass es meistens gar nicht so einfach ist, nein zu sagen. Nein zu Drogen zu sagen, fällt vor allem Jugendlichen oft schwer, wenn diese Drogen dann auch noch immer verfügbar sind, ist es noch schwieriger. Deswegen ist es gut, dass die Bürger durch Gesetze vor Drogenkonsum geschützt werden. Drogen sind Betäubungsmittel, die süchtig machen und bei Missbrauch schädlich sind(vgl. Petra Bäumer, „Wie kriegt man das geregelt?“, in: fluter 37/2010, S. 40). Und gegen diesen, haben wir Maßnahmen „wie Strafen, Verbote oder Marktregulierungen“(ebd). Das ist auch mehr als sinnvoll.

Die Menschen müssen wegen der vorherrschenden Rolle von Drogen im Alltag von Süchtigen durch Verbote vor übermäßigem Drogenkonsum geschützt werden. Denn sobald der Konsum von Drogen zu große Ausmaße annimmt, richten die meisten Süchtigen fast ihr ganzes Leben nach der Droge und ihre Gedanken drehen sich fast immer darum wie, wo und vor allem wann man das Betäubungsmittel wieder zu sich nehmen kann. Man fängt an, andere, früher wichtige, Dinge zu vernachlässigen, das sieht man an dem Beispiel von dem ehemaligen Kiffer Jakob Bär, welcher „damals nach vielen Jahren mit dem Fußballspielen aufgehört [hat] .[…]Der […] Grund ist der, dass [er] meistens einfach zu stoned war“(Jakob Bär, „Deine kleinen Augen machen mich so sentimental“ , in: fluter 37/2010 ,S. 8). Damit ist er allerdings nicht alleine. Im Jemen kauen viele Menschen täglich bis zu acht Stunden Kat, das ist eine Droge, die eine Art pflanzliches Amphetamin enthält (vgl. T. Asmuth, Erst kauen, in: fluter37/2010, S. 38) „Auch in den Ministerien wird nur noch drei Stunden am Vormittag gearbeitet[…] Danach wird […] Kat gekaut“ (ebd.). In diesem Land hat die Droge, weil sie so alltäglich ist und die Menschen ihr Leben größtenteils nach ihr ausrichten, Folgen für das ganze Land. Anwer Sahody sagt dazu: „Wir kauen unsere Zukunft einfach weg“ (ebd.). Angesichts solcher extremen Folgen ist es unverzichtbar, dass die Menschen von Drogenkonsum abgehalten werden.

Ein weiterer, noch gewichtigerer Gesichtspunkt, der für ebendiese Maßnahmen spricht, sind die gesundheitlichen Folgen von übermäßigem Drogenkonsum. Die gravierenden Gesundheitsschäden, die durch Missbrauch von Betäubungsmitteln entstehen, bleiben oft ein ganzes Leben. Ein Beispiel für die Folgen von Cannabis, die von einer Schweizer Studie ermittelt worden sind, sind: „Angststörungen […]Realitätsverlust und Entpersonalisierung“ (Robert Reich, „Cannabis ist keine Spaßdroge“, in: fluter37/2010, S. 8). Aber das ist noch längst nicht alles. Die Folgen von Smart Pills können „Herzrasen, Leberfunktionsanomalien, epileptische Anfälle, Angst“ (Tobias Moorstedt, Konzentration, bitte!  , in: fluter37/2010, S. 32) sein. Natürlich könnte man sagen, dass das bei Medikamenten nicht anders ist (vgl. ebd), allerdings weiß man über die Smart Pills erheblich weniger und kann sich so nie sicher sein, wie der Mensch auf mögliche Anwendungen reagiert. Aber selbst wenn man die direkten Folgen überwunden hat, müssen viele Betroffene nach ihrem Drogenkonsum und anschließendem Entzug von ganz vorne beginnen, da das Gehirn durch die Strapazen der Drogen zerstört wurde(vgl. N. Gerritzen, „Ich habe Kot erbrochen“, in: fluter37/2010, S. 48). Aufgrund all dieser erheblichen gesundheitsschädlichen Faktoren von übermäßigem Drogenkonsum ist es nicht zu verantworten, keine Verbote zum Schutz der Mensch aufzustellen.

Kurz bevor ich diesen Aufsatz geschrieben habe, habe ich mich das erste Mal mit dem Thema „Drogen“ auseinandergesetzt. Natürlich hört man viel über Betäubungsmittel. Da sind die Eltern, die sagen: „Lass die Finger von Drogen!“ Bekannte und manchmal sogar Freunde sagen hingegen: „Kiffen und Drogen sind voll cool!“. Aber nachdem ich mich damit befasst habe, ist meine Meinung in dieser Angelegenheit ganz klar: Es ist gut, dass wir in Deutschland Verbote gegen Drogen haben. Sie sind zu unserem eigenen Schutz gedacht.

Aus den vorhin genannten Gründen, auf der einen Seite die oft dominierende Rolle von Rauschmitteln im Leben und auf der anderen die durch Drogenkonsum drohenden gesundheitlichen Schäden, ist es wichtig, Jugendlichen und natürlich auch Erwachsenen Richtlinien und Verbote zu geben. Vielleicht wäre es ja ein sinnvoller Vorschlag, sogenannte „Harm Reduction (Schadensminderung) wie Drogenkonsumräume“ (P. Bäumer, „Wie kriegt man das geregelt?“, in: fluter37/2010, S. 40) einzuführen. Allerdings sind Verbote dennoch sehr wichtig ,da wir uns an diesen orientieren können, denn wenn die Drogen nicht so schnell erreichbar und wir über die Folgen aufgeklärt sind, ist es auch für uns nicht mehr so schwer, „weise“ zu sein (T. Schilling, Editorial, in: fluter37/2010, S. 3).

 

Zur aktuellen Situation

der Idee der Menschenrechte

                                Daniel Schiller 10c

Es ist der 13. Juli 2014. Fußballfans haben sich massenhaft vor Leinwänden in Deutschen Innenstädten versammelt. Nach einem langeandauernden, nervenaufreibenden Spiel löst sich die Spannung. Ein Schuss entscheidet das Spiel. Das gibt Jubel, Schreie, Freudentaumel und Schlagzeilen. Kaum sind ein paar Wochen vorbei, ist die Begeisterung verschwunden. 7.Januar 2015. Fanatiker plündern einen jüdischen Supermarkt, töten Kunden und Verkäufer, stürmen die Redaktion einer Satirezeitschrift und töten einige der Redakteure. Ein feiger Anschlag auf Demokratie und Pressefreiheit, ein widerliches Verbrechen. Es gibt Schlagzeilen, Solidaritätsbekundungen … und Hass. Infolge dieser Anschläge gedeiht ein Klima der Angst. Eine Angst aus der Ohnmacht heraus, eine Angst die in Hass umschlägt gegen die vermeintlich Schuldigen. Doch was waren die großen Unterschiede zwischen den beiden Ereignissen und was haben die Medien daraus machten. Wir haben zum einen ein positives Ereignis sowie ein negatives. Beide sorgen für große mediale Resonanz. Doch während das eine verpufft und in Vergessenheit gerät, bleibt beim Anderen die Angst, obwohl das Ereignis selbst gar nicht mehr von Interesse gibt. Denn es gab weitere Anschläge, Angriffe auf unsere Gesellschaft, unsere Werte, unseren Pluralismus. Angriffe, die die Angst von Mal zu Mal mehren, Angriffe, die unsere Gesellschaft immer schlechter wegsteckt. Dabei ist die Angst und der damit einhergehende Wandel unsere Denkweisen und unseres Handelns an sich irrational, herbeigeredet. Menschen mit Bösen Absichten ist es gelungen, die Angst vorm Unbekannten zu schüren, zu instrumentalisieren, gegen die eigentlich Unschuldigen zu lenken. Die Minderheiten und Randgruppen, denen man misstraut. Tatsächlich schafften es diese Leute, dass die Themen „Terror“  und „Flüchtlinge“ die wesentlichen Fragen überschatten. Eine Angst, so unlogisch sie auch seinen mag, überlagert alles andere, erdrückt die offene Gesellschaft, vergiftet jede Debatte. Angst kann so etwas, da der Mensch in erster Linie an sich denkt und vielleicht noch seine Freunde und Familie. Für viel mehr Leute kann er wohl keine Empathie empfinden. Ihm bleibt das große Ganze verborgen, er durchschaut die Zusammenhänge nicht. Aber das ist das Komische. Er weiß meisten ganz genau, wer die Guten und die Bösen sind, wer Schuld trägt und wer nicht. Dabei bemerkt er nicht, dass er selber zu den Bösen gehört. Er ist ein Verbrecher, einer von den Allerschlimmsten. Denn während all die oben genannten Ereignisse stattfanden, passierte an einem Ort auf der Welt, den die meisten Deutschen nicht mal kennen, eines der schlimmsten Verbrechen, die sich die Menschheit je ausgedacht hat: Sklaverei. Das Traurige ist, dass die Meisten es ja irgendwie wissen. Jedoch sind sie Weltmeister darin, das zu verdrängen, was sie nicht betrifft. Leider jedoch trifft uns alle diese Schuld unmittelbar. Wenn man es findig anstellten, wenn man groß darüber berichten würde, dabei aber nicht das große Ganze, die langweiligen Fakten, präsentieren würde, sondern wenn man Einzelschicksale , Fotos, Namen, Täter und all jenes zeigen würde, wenn man es so wie bei den Terroranschlägen tun würde, könnte man die Leute vielleicht erreichen. Doch die Menschen haben eine kurze Aufmerksamkeitsspanne, sie vergessen was, ihnen keinen großen Kummer bereitet. Afrika ist so weit weg. Und die „gute“ Schokolade ist so teuer und nicht überall erhältlich. Nein, Sie wären zu träge, etwas zu ändern. Denn wenn sie so einen Bericht sehen, wissen sie ja, wer schuld ist. Die bösen Plantagenbesitzer. Sie würden Schuldige sehen, würden wütend werden. Und die große Zahl, diese namenlose Masse von Opfern, würde sie kaum interessieren. Und sie hätten immer noch nicht verstanden, dass an dem Schokoriegel, den sie gekauft haben, Blut klebt.

Ich hätte mich bei meiner Einleitung kürzer fassen können, hätte prägnanter schreiben können. Doch mit der Analyse und Veranschaulichung menschlicher Verhaltensweisen, insbesondere ihrer Reaktion auf neue Informationen und ihrem Umgang mit Problemen, konnte ich bereits das zentrale Problem offenbaren. Die Menschen sind nicht willens, Verbindung zwischen ihrem Konsumverhalten und Lebensstil und den Problemen zum Beispiel in den kakaoexportierenden Ländern Afrikas zu erkennen bzw. die dort stattfindenden Menschenrechtsvergehen als solche zu benennen. Wir müssen uns natürlich fragen, was dort vor sich geht und ob das der noch zu erarbeitenden  Definition von Sklaverei und Menschenrechtsverletzungen entspricht. Die Sklaverei ist eines der ältesten und häufigsten Verbrechen. Wir kennen sie von den Griechen und Römern, den frühen Hochkulturen im Orient, von den Ägyptern, den Hochkulturen Mittel- und Südamerikas und in Gut versteckter Form aus dem Feudalsystem im mittelalterlichen Europa durch Leibeigenschaft und Grundherrschaft. Mit der Entdeckung Amerikas begann erst die Versklavung der dort lebenden Ureinwohner durch die Europäer, nach dem Massensterben dieser durch Seuchen und Ausbeutung folgen schließlich die Versklavung der Schwarzen durch den Dreieckshandel, ein äußerst perfides und menschenverachtendes Handelssystem, bei dem Europäer sich durch den Verkauf von Glasperlen, Schnaps und anderen „Segen“ der „Zivilisation“, das Erlaubnis erwarben, Menschen zu verschleppen. Die Sklaven wurden nach Amerika gebracht, wo sie ihr Leben in Gefangenschaft und bei schwerer Arbeit fristeten. Die Güter, die sie produzierten, wurden dann nach Europa gebracht, wo die reichen Europäer sich an ihrem genialen System erfreuen konnten mit dem sie die restliche Welt knechteten. Und wie ist das heute? Eigentlich nahm die Geschichte ein gutes Ende. In Folge der Aufklärung und des Humanismus, zu dem die Erklärung einem jeden Menschen angeborenen, unveräußerlicher  Menschenrechten gehört, wurde der Sklavenhandel in Europa nach und nach verboten. In Amerika beendete der Bürgerkrieg die Sklaverei und im Verlauf des 20. Jhr erlangten die  europäischen Kolonien ihre Unabhängigkeit. Infolge zweier Weltkriege kam es zur Gründung der Weltgemeinschaft, die als Erstes die Menschenrechte zu verbindlichem Recht machte und für deren Bestand und für den Bestand des Weltfrieden sorgen sollte. Wie kommt also der Vorwurf, ja die Anklage der Sklaverei zustande? Nun, wir müssen uns eingestehen, dass die Menschheit ihre hehren Ziele nicht wirklich erreicht hat. Seit 1945 wurden Dutzende Kriege geführt, und es fanden Abermillionen Menschenrechtsvergehen statt. Dazu gehört das, was sich heutzutage in zum Beispiel Ghana abspielt. Was dort passiert, passt genau zu den Mustern der Sklaverei, die wir aus vergangenen Tagen kennen. In Kriegen wurden die einfachen Leute, einfach nur, weil sie dem unterlegenen Volk angehörten, versklavt. Sie wurden ihrer Freiheit, ihrer Würde, ihrer Menschlichkeit beraubt. Aus ihnen wurden Maschinen, die jemandem Fremdem, nicht mehr sich selbst gehörten. Sie wurden zu unwürdigen Arbeiten gezwungen und behandelt wie Vieh. Ihr Leben hatte keinen Wert mehr. Sie durften nicht mal ihren eigenen Namen wählen. Auch ihre Kinder waren nicht ihre, sondern die ihres „Besitzers“. Und diese wuchsen in dieses Leben hinein ohne jegliche Kenntnis von Freiheit. In Südwestafrika werden Kinder von Kriminellen entführt, sie werden ihren Eltern weggenommen. Häufig verkaufen Eltern eines ihrer Kinder für das Überleben der Übrigen. Sie arbeiten zu Tausenden auf Plantagen, werden misshandelt, missbraucht und geschlagen. Viele von ihnen werden nicht mal erwachsen, lernen Freiheit und Würde niemals kennen. Dahinter steckt System. Die Verbrecher ziehen die Fäden, haben überall ihre Leute. In der Regierung, der Polizei, dem Zoll. Es geht um Staaten, die sich im Würgegriff von Korruption befinden, die abhängig sind vom Geld, das durch den Verkauf von Kakao in das Land kommt. Und das Geld kommt von uns. Jeder schaut weg, und wenn etwas herauskommt, wird jegliche Schuld von sich gewiesen. Zweimal verpflichteten sich Lebensmittelhersteller und Süßwarenproduzenten, gegen Kinderarbeit und Menschenhandel vorzugehen. Zweimal bloß hohle Phrasen. Es zeigt sich, dass die Anschuldigungen ihre Richtigkeit haben. Dort passiert nicht nur gewöhnliche Ausbeutung, sondern Menschenhandel, Kinderarbeit und Sklaverei.

Nun kommen wir zum Interessantestem - der Schuldfrage: Wer ist dafür verantwortlich, wer ist schuld? Darauf eine Antwort zu finden ist leider nicht so leicht, denn wir können niemandem einfach die alleinige Schuld zuweisen. Doch wir können festhalten, dass jeder, der dieses System unterstützt, sich mit Schuld belädt. Jeder Euro für „unfair“ gehandelt Schokolade bedeutet einen Tropfen vergossenes Blut, um es polemisch und bildlich auszudrücken. Und wir können sagen, wer in der Verantwortung steht, etwas dagegen zu tuen. Wir. Wir sind diejenigen, die Schokolade kaufen, wir sind es, die Regierende nicht unter Druck setzen, Gesetze gegen den Verkauf von Kakao aus Sklavenplantagen zu verabschieden, wir sind diejenigen, die wegschauen. Nur die Konsumenten sind in der Lage, etwas an der Situation zu ändern. Denn niemand zwingt uns, eine bestimmte Schokolade zu kaufen, hier kommt der freie Markt ins Spiel: Es wird nur das produziert, was gefragt ist. Wenn erst mal das Ganze ins Rollen gerät, beziehen die Lebensmittelhersteller ihren Kakao nur noch aus „fairem“ Handel, die Plantagen finden keine Abnehmer mehr, ehemalige Sklaven finden Arbeit als Kleinbauern, die ihren eigenen Kakao anbauen. Durch Kaufkraftsteigerung kommt damit ein Effekt zustande, der den kakaoexportierenden Staaten zu Fortschritt und wirtschaftlichem Aufschwung verhilft. Man könnte so viel Gutes bewirken, und das so einfach. Und dazu haben wir auch die moralische Verpflichtung. Die jetzige Situation, die Unfähigkeit der Staaten, sich ihrer Probleme zu entziehen, resultiert aus Jahrhunderte langem Kolonialismus und Imperialismus. Mit Humanismus und Demokratie gaukelten wir uns vor, die Gräuel der Vergangenheit überwunden zu haben, und doch sind wir verantwortlich für das meiste Leid in der Welt. Wir glauben, dass jeder Mensch mit unveräußerlichen Menschenrechten geboren wird. Dazu gehört sein Recht auf Leben und Unversehrtheit, seine Würde und seine Freiheit. Wir sind der festen Überzeugung, dass jeder Mensch an Rechten gleich geschaffen ist, der Mensch, der ein soziales, empathisches Wesen ist, nur nach diesen Grundsätzen gesellschaftliches Zusammenleben gestalten kann, dass zwischen allen Menschen ein Übereinkommen besteht, was diese Grundsätze angeht. Diese Rechte gelten überall, und wenn wir in Verantwortlichkeit stehen, ist es unsere Pflicht, für diese Ideale einzustehen. Die Missachtung dieser Prinzipien sowie das Ignorieren der Missachtung bedeutet ein Ende alles Menschlich seins, das Handeln oder Nichthandeln markiert die Grenze zwischen „Menschlichen seins“, also „Mensch seins“, und das nicht zu seien. Wer nichts tut, den trifft dieselbe Schuld wie denjenigen, der das Verbrechen begeht. Die Sklaverei bedeutet vollständige Entmenschlichung. In ihrer schlimmsten Form, wie sie stattfindet, ist sie die Missachtung jedes nur erdenklichen Rechtes eines Menschen, quasi das totale Verbrechen. Dem nicht Einhalt zu gebieten macht uns zu Schuldigen.

Wir kennen nun Art und Schwere der Verbrechen und dürften uns unserer Schuld bewusst sein. Was für ein Verhalten daraus resultieren sollte, brauche ich an dieser Stelle wohl nicht zu erwähnen. Es liegt an jedem selbst zu entscheiden, ob an seinen Händen Blut kleben soll.

Viel kennen sicherlich das Bild der drei Affen, von denen sich einer die Augen, der andere die Ohren und der dritte den Mund zuhält. Ich denke, dieses Bild passt zu dieser Erörterung. Es beschreibt allgemein eines der Hauptprobleme der Menschheit. Wir kennen alle die Probleme und wollen sie nicht wahrhaben. Wenn sie jedes einzeln auf einem Haufen vor uns erscheinen, erscheinen sie übermächtig, so, als könnten wir sie nicht bezwingen. Doch nur wenn wir es versuchen, werden wir es herausfinden. Ich bin der Überzeugung, dass wir sie meistern können, wenn wir alle anpacken.  Es wird ein harter Weg, doch im Endeffekt setzt sich die Vernunft durch gegen all die menschliche Torheit. Allein der Blick in die Vergangenheit zeigt uns, wie weit wir schon gekommen sind. Ignoranz, Intoleranz, Egoismus, Rassismus, Xenophobie, Chauvinismus usw. Das sind die menschlichen Laster, die wir über Bord werfen müssen, doch ich kann mir vorstellen, dass die Menschheit das schafft, dass wir eines Tages in einer Welt leben, die unseren Idealen, unseren Prinzipien gerecht wird. 

                             

 

Sollen Menschen durch Verbote vor Drogenkonsum geschützt werden?

(von Jonas Eigenstetter, 10c)

1363 kg Amphetamin, 96634 Cannabispflanzen, 1707 kg Kokain (vgl. Stefan Krücken, Heiße Ananas, in fluter 37 2010, S.18) wurden 2009 sichergestellt. Diese Zahlen verdeutlichen, wieviel Drogen innerhalb nur eines Jahres sichergestellt wurden, oder im Umlauf sind und sprechen eine deutliche Sprache, dass bestehende Gesetze und Verbote für den Schutz von Menschen notwendig sind. Eine Legalisierung von Drogen würde diesen alarmierenden Trend nur noch verstärken.

Bestehende Gesetze oder sogar noch weitere Verbote können helfen, Menschen nicht in Berührung mit Drogen kommen zu lassen, weil der Umgang und die Beschaffung von Drogen somit immer illegal ist und deshalb eine abschreckende Wirkung erzeugt wird. Je mehr die Beschaffung und der Vertrieb von Drogen verfolgt wird, desto schwieriger ist es, an Drogen zu gelangen. So werden auch Jugendliche, die auf Partys, aber auch auf Schulhöfen von Drogendealern verführt werden, besser geschützt. Klare Verbote und Gesetze setzen ein deutliches Zeichen, wie gefährlich auch Einstiegsdrogen, wie Cannabis oder Amphetamine sind. Gerade diese Drogen werden bei Jugendlichen immer häufiger zum Thema, auf Partys werden sie genommen, um länger und ausdauernder zu feiern.
Je früher der Konsum bei Jugendlichen beginnt, desto schädlicher ist es, da die Entwicklung der Jugendlichen beeinflusst werden kann und die Gefahr einer Abhängigkeit steigt (vgl. Robert Reick „Cannabis ist keine Spaßdroge“, in fluter 37 2010, S.5).

Eine Legalisierung von Drogen würde dazu führen, dass die Gefahren, die von Drogen ausgehen, verniedlicht werden. Es ist eine klare Staatsaufgabe, Menschen durch Verbote und Gesetze vor Drogenmissbrauch zu schützen. Aber nicht nur Verbote, sondern auch gezielte Aufklärung darüber, was Drogen bei Menschen bewirken, muss verstärkt werden. Gerade Jugendliche müssen frühzeitig davor gewarnt werden, dass die Glückswelt, die ihnen durch Drogen vorgegaukelt wird, ihre Probleme nach dem Abklingen des Drogenrauschs nur noch verstärkt. „Es muss schon im Kindergarten beginnen, dass Kinder stark genug gemacht werden, um auch nein zu sagen“ (vgl. Robert Reick, „Cannabis ist keine Spaßdroge“, in fluter 37 2010, S.5).
Eine Legalisierung von Drogen, bzw. Abschaffen von Gesetzen oder Verboten, würden dazu führen, dass schon erfolgte Maßnahmen, wie Aufklärung in Schulen, nicht zum Erfolg führen.

Drogen dürfen gerade bei Jugendlichen keine Rolle spielen. Dies muss durch Aufklärung, Verbote und Gesetze sichergestellt werden.
Als Sportler komme ich nicht mit Drogen in Berührung und deshalb bin der Meinung, dass Sport Menschen dabei helfen kann, auf Drogen zu verzichten, bzw. gar nicht erst mit ihnen in Berührung zu kommen. Es gibt auch viele Aktivitäten von Sozialarbeitern, die Jugendliche durch gezielte Sportmaßnahmen von der schiefen Bahn abbringen. Deshalb werde ich mich auch immer dafür einsetzen, Freunde davon zu überzeugen, wie wichtig Sport in der persönlichen Entwicklung ist.

Aus den oben genannten Gründen bin ich der festen Überzeugung, dass alle Argumente, die für die Legalisierung von Drogen aufgeführt werden, niemals rechtfertigen, dass Verbote von Einstiegsdrogen aufgehoben werden dürfen. Dies würde das eh schon bestehende Drogenproblem noch weiter verschärfen und noch mehr Menschen in eine Abhängigkeit von harten Drogen führen. Der Staat muss deshalb seiner Aufgabe nachkommen, seine Menschen vor dem Missbrauch von Drogen zu schützen.

Plastik in den Weltmeeren- gibt es Lösungen?

(von Annalena Bußkamp, 10c)

Waschen Sie gelegentlich Ihren Fleecepulli oder fahren Sie Auto? Bei beiden Vorgängen lösen sich viele kleine Plastikpartikel. Die Polyester- oder Polyacrylfasern des Pullis oder der Reifenabrieb bestehen alle aus Substanzen der Stoffgruppe Plastik, einem beliebig modellierbaren Stoff auf der Basis von  Erdöl, der durch zugesetzte Chemikalien seine spezifischen Eigenschaften erhält (vgl. J. Ludwig, „Breaking mad“, fluter 2014/52, S. 6-7). Diese kleinen Partikel gelangen durch das Wasser ins Meer und verschmutzen dieses. Außerdem werden sie von Lebewesen für Planktonteile gehalten und gefressen. Aber nicht nur Plastikpartikel, sondern auch Plastikmüllladungen, die einfach ins Meer gekippt wurden, wirken sich belastend auf das Ökosystem aus. In Mägen von verendeten Seevögeln und in 35% der untersuchten Fische fand man Plastikteilchen (vgl. O. Häntschel, „Infografik“, fluter 2014/52). Infolgedessen braucht man dringend eine Methode, um das Plastik wieder zu entfernen, da es nicht verrotten kann, sondern sich immer weiter ansammelt. Nun stellt sich allerdings die Frage, ob es überhaupt wirksame Maßnahmen im Kampf gegen die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastik gibt.

Dafür spricht, dass immer mehr kreative Wege gefunden werden um das Meer zu reinigen. Und nicht nur Wissenschaftler entdecken Methoden, um den Ozean von Plastik zu reinigen, sondern auch z. B. der 20-jährige Niederländer Boyan Slat. Er entwickelte ein Konzept, in dem „300 Kilometer lange schlauchartige Fangarme […] am Meeresgrund befestigt werden und die ohnehin existierenden Strömungen ausnutzen um Plastikmüll zu sammeln“ (C. Litz, „Alles ist drin“, fluter 2014/52, S. 41). Laut der Initiative „Ocean Cleanup Array“ ist ihr Konzept „wahrscheinlich eine Methode […], um fast die Hälfte allen Plastiks des Great Pacific Garbage Patches zu entfernen“ (C. Litz, „Alles ist drin“, fluter 2014/52, S. 41). Außerdem arbeiteten Forscher an Plastik fressenden Mikroorganismen um den Plastikmüll zu verringern. Auch würden immer wieder Sammelaktionen gestartet um das Plastik von den Stränden zu entfernen. Und Fischer würden dazu aufgefordert, den Müll, der in ihren Netzen landet, fachgerecht zu entsorgen (vgl. C. Litz, „Alles ist drin“, fluter 2014/52, S. 40-41). Zusammengefasst kann man also sagen, dass es viele neue vielversprechende Maßnahmen gegen die Verschmutzung der Weltmeere gibt. Diese werden im Laufe der Zeit weiter verbessert und entfernen so immer mehr Plastik aus dem Meer. (Deshalb existieren schon wirksame Maßnahmen gegen die Verschmutzung im Meer und es können auch noch viele neue, verbesserte gefunden werden). Schon gesagt – kann man weglassen.

Allerdings beseitigen all diese Vorgänge nicht das Hauptproblem: dass das Plastik überhaupt ins Meer kommt. Plastikfasern gelangen nämlich trotz Kläranlage in das Ökosystem. In dem Abwasser der Nürnberger Kläranlage beispielsweise befinden sich trotz ausgeklügelter aufwendiger Reinigung immer noch „6000 Plastikpartikel pro Liter“ (B. Kramer, „Faserland“fluter 2014/52, S. 31). Und diese Plastikpartikel gelangen dann über Flüsse direkt ins Meer. Außerdem sollen nach Angaben des World Shipping Councils „durchschnittlich 56“ Container „im Jahr“ von den Schiffen ins Meer fallen (C. Litz, „Alles ist drin“, fluter 2014/52, S. 40), meistens mit Plastikbestandteilen. Dies passiert, da die Haltebänder reißen, wenn der Seegang zu hoch wird, etwas, was man wohl in nächster Zeit nicht ändern können wird. Außerdem gehen viele Menschen nicht verantwortungsvoll mit ihrem Müll um, sondern lassen ihn einfach draußen liegen. Und in der Natur landet er dann letztendlich durch Flüsse und Winde im Meer. Bei Musikfestivals bleiben zum Beispiel „ein Viertel aller Zelte zurück“, wie der Öko-Think-Tank „Thema 1“ schätzt („Der Zeltuntergang“, fluter 2014/52, S. 25). Und all dieses Plastik landet am Ende im Ökosystem und belastet Mensch und Tier. Dementsprechend sind die Maßnahmen, um den Ozean zu reinigen, schon sinnvoll, aber behandeln nicht das eigentliche Problem. Es müsste von Anfang an verhindert werden, dass Plastik in die Weltmeere kommt.

Insgesamt müsste man das Problem stärker an der Wurzel bekämpfen, indem man ein ganz anderes Verständnis für Plastikmüll entwickelt. Ich bin  zuversichtlich, dass mit der Zeit immer mehr gute Wege gefunden werden, um das Plastik komplett aus dem Meer zu entfernen. Außerdem werde ich selbst versuchen, meinen Plastikmüllkonsum zu verringern, und penibel aufpassen, dass kein Müll in der Umwelt bleibt, da mir bewusst geworden ist, welche gravierenden Auswirkungen dies hat.

Dementsprechend sind wir auf dem richtigen Weg, wenn es um die Entfernung von Plastik aus den Weltmeeren geht, haben aber noch ein gutes Stück vor uns. Hoffen wir, dass Sie bald wieder beruhigt Ihren Fleecepulli waschen oder Autofahren können, ohne nachhaltig das Ökosystem zu belasten.